Am 20. November hielt der Masterstudent des Studiengangs „Kultur und Medien“ Sayido Sharapov einen Vortrag vor deutschen Studierenden im Seminar der Dozentin des Instituts für Slavistik der TU Dresden, Ariana Krawtschuk, zum Thema „Erinnerungsdiskurse“.
In seiner Präsentation widmete sich Sayido Sharapov dem Thema „Transformation der Erinnerungspolitik an den Zweiten Weltkrieg im 21. Jahrhundert“ am Beispiel Russlands, Polens, Tadschikistans und Deutschlands. In seinem Vortrag betrachtete er das Konzept der Erinnerungspolitik als ein System von Deutungen der Vergangenheit, das von Staat und Gesellschaft geprägt wird und in der gegenwärtigen Politik sowie im öffentlichen Raum Anwendung findet.
Besonderes Augenmerk legte der Masterstudent darauf, wie die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg heute in Ländern wie Russland, Polen, Deutschland und Tadschikistan funktioniert. Er kam zu dem Schluss, dass ein und dasselbe historische Ereignis je nach nationalem Kontext, historischem Erfahrungshorizont und politischen Prioritäten unterschiedlich interpretiert wird. Der Vortrag sowie die Beantwortung der Fragen erfolgten in englischer Sprache.
Der Masterstudiengang „Kultur und Medien“ ist ein Projekt des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), das an der Russisch-Tadschikischen (Slawischen) Universität in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden umgesetzt wird.